CDU-Kandidat gewinnt hauchdünn Oberbürgermeister-Wahl in Aue-Bad Schlema

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CDU-Kandidat gewinnt hauchdünn Oberbürgermeister-Wahl in Aue-Bad Schlema

In der Aue-Bad Schlema mussten die Wahlberechtigten entscheiden, ob die rechtsextremen "Freien Sachsen" künftig das Stadtoberhaupt stellen oder weiter die CDU.[ mehr ]

In der Aue-Bad Schlema mussten die Wahlberechtigten entscheiden, ob die rechtsextremen "Freien Sachsen" künftig das Stadtoberhaupt stellen oder weiter die CDU.

Marcus Hoffmann hat die Oberbürgermeisterwahl in Aue-Bad Schlema gewonnen. Der Kandidat der CDU erhielt laut vorläufigem Ergebnis im zweiten Wahlgang 5.007 gültige Stimmen - das entspricht 52,7 Prozent. Auf seinen Konkurrenten und Vizechef der rechtsextremen Kleinstpartei "Freie Sachsen" entfielen 4.499 gültige Stimmen, also 47,3 Prozent. Die Auszählung glich einem Kopf-an-Kopf-Rennen. In fast allen der 13 Wahllokale lagen die Ergebnisse der beiden Kandidaten nah beieinander. Nach deren Auszählung hatte Hartung einen Vorsprung von 148 Stimmen. Die Briefwähler sorgten dann für die Wende - sie hatten mit übergroßer Mehrheit für Hoffmann gestimmt. Die Wahlbeteiligung lag mit 62 Prozent etwas höher als vor vier Wochen.

Aue-Bad Schlema wird auch in den kommenden sieben Jahren von einem CDU-Oberbürgermeister regiert.

Beim ersten Durchgang am 10. Mai hatten knapp 61 Prozent der rund 15.400 Stimmberechtigten ihr Kreuz bei einem der damals noch fünf Kandidaten gesetzt. Dabei hatte Hartung mit 29 Prozent die größte Zustimmung erhalten, gefolgt von Hoffmann mit 23,6 Prozent. Danny Weber von der Freie Wählervereinigung (22,5 Prozent), AfD-Kandidat Lars Bochmann (18,5 Prozent) und Tony Neuß von der Linken (6,4 Prozent) zogen ihre Bewerbung vor dem zweiten Wahlgang zurück. Amtsinhaber Heinrich Kohl von der CDU durfte aus Altersgründen nicht für eine Wiederwahl antreten.

Auch wenn Hartung im ersten Wahlgang weit von der notwendigen absoluten Mehrheit entfernt war, hatte das Ergebnis weit über die erzgebirgische Stadt hinaus für Aufsehen gesorgt - selbst die New York Times und die Neue Zürcher Zeitung berichteten. Der Grund: Mit dem Ex-NPD-Funktionär hätte erstmals ein Rechtsextremist einen Oberbürgermeisterposten in Sachsen besetzen können.

Am Ende waren es die Briefwahlstimmen, die den Ausschlag für Hartungs Niederlage gaben.

Das konnte der Politik-Neuling Marcus Hoffmann nur sehr knapp verhindern, in dem er am Ende 508 Wähler mehr von sich überzeugen konnte als sein Konkurrent. Der 41-Jährige ist Mitarbeiter im städtischen Bauamt und vor allem durch sein Engagement in mehreren Vereinen bekannt. Erst vor anderthalb Jahren trat er in die CDU ein. Die stellt seit 1990 den Oberbürgermeister von Aue beziehungsweise seit der Fusion 2019 jenen von Aue-Bad Schlema. Im Wahlkampf hatte Hoffmann weniger auf Bühnenauftritte gesetzt, sondern mehr das direkte Gespräch mit den Bürgern gesucht und sich ihren Fragen gest

📌 Kaynak

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