Mehrere Tote nach schwerem Erdbeben auf den Philippinen
Auf den Philippinen sind durch ein schweres Erdbeben mindestens 19 Menschen gestorben. Zahlreiche Gebäude wurden beschädigt oder zerstört. Tsunami-Warnungen wurden von dem Behörden inzwischen wieder aufgehoben.[ mehr ]
Auf den Philippinen sind durch ein schweres Erdbeben mindestens 19 Menschen gestorben. Zahlreich Gebäude wurden beschädigt oder zerstört. Tsunami-Warnungen wurden von dem Behörden inzwischen wieder aufgehoben.
Ein schweres Erdbeben hat die südlichen Philippinen erschüttert. Nach Behördenangaben starben mindestens 19 Menschen. Mehr als 120 wurden demnach verletzt. Der Katastrophenschutz sprach von mindestens zwölf Vermissten. Weitere Informationen zum Ausmaß des Schadens und der Zahl der Opfer werden von den Behörden derzeit noch erfasst und geprüft.
Das Erdbeben hatte laut philippinischen und indonesischen Behörden eine Stärke von 7,0 beziehungsweise 7,7. Das Helmholtz-Zentrum für Geoforschung in Potsdam meldete 7,8. Das Epizentrum lag demnach bei der südphilippinischen Insel Mindanao. Auf Videos in sozialen Medien waren einstürzende Gebäude zu sehen, Menschen liefen in Panik auf die Straßen.
Die Warnungen vor Tsunamis wurden inzwischen aufgehoben. Das US-Tsunami-Warnzentrum hatte zuvor vor Wellen von bis zu drei Metern Höhe gewarnt. Das philippinische Institut für Vulkanologie und Seismologie (Phivolcs) registrierte in sechs Küstengebieten Flutwellen von bis zu 1,4 Metern Höhe. Das Institut hob die Warnung wieder auf. Phivolcs sprach zudem von mehr als 250 teils heftigen Nachbeben. Das Schwerste hatte eine Stärke von 6,7.
Auch in Indonesien wurden kleinere Tsunami-Wellen registriert. Der Meeresspiegel stieg nach Angaben der zuständigen Behörde jedoch nur leicht an. Die dortige Tsunami-Warnung wurde ebenfalls aufgehoben.
Der philippinische Präsident Ferdinand Marcos sicherte den Betroffenen staatliche Unterstützung zu. Die nationale Regierung werde Mindanao nicht alleinlassen, erklärte er. Er stehe in ständigem Kontakt mit den regionalen Behörden vor Ort.
Die philippinische Katastrophenschutzbehörde erhielt derweil Berichte über Schäden an Gebäuden. Die Stadt General Santos City auf der Insel Mindanao wurde besonders schwer getroffen. Hier gab es die meisten Todesopfer. Mehrere Gebäude auf der Insel stürzten teilweise oder ganz ein. Auch der Flughafen von General Santos City wurde vorübergehend geschlossen. In der philippinischen Provinz Sarangani fielen der Strom und die Kommunikationsnetze aus.
Die Philippinen und Indonesien liegen auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring. In der Region kommen Erdbeben besonders häufig vor.
Dieses Thema im Programm: NDRInfo | Nachrichten | 08.06.2026 | 06:00 UhrDas Erste | tagesschau | 08.06.2026 | 09:00 Uhr
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