Udo Dinglreiter: »Die Stimmung ist katastrophal«
Die Stimmung sei katastrophal, sagt der Chef des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall vor dem Treffen im Kanzleramt. An vier Punkten müsse die Politik jetzt ansetzen.
Udo Dinglreiter, Präsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, warnt vor einer tiefen Krise in der deutschen Industrie. Trotz positiver Aspekte sieht er große Herausforderungen, besonders in der Metall- und Elektroindustrie. Die Deindustrialisierung bedroht den industriellen Kern des Landes, mit massivem Stellenabbau und geringen Investitionen. Dinglreiter fordert Reformen, um die hohen Arbeitskosten und andere Belastungen zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Ohne Maßnahmen droht eine weitere Abwärtsspirale, die den Wohlstand gefährdet.
Udo Dinglreiter (57) ist seit Jahresanfang Präsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, der die Interessen von rund 25.000 Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie mit 3,8 Millionen Beschäftigten vertritt. Der promovierte Ingenieur führt mit der R. Scheuchl GmbH im bayrischen Ortenburg selbst ein mittelständisches Familienunternehmen für Maschinen- und Anlagenbau.
DIE ZEIT: Herr Dinglreiter, Prognosen zufolge wächst die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr nur um 0,5 statt 0,9 Prozent. Ist der Unterschied wirklich so schlimm?
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