Sexualisierte Gewalt: Hilfstelefon »Gewalt gegen Frauen« verzeichnet Beratungshöchststand
Mehr als 69.500 Mal wendeten sich Menschen 2025 an das Hilfstelefon »Gewalt gegen Frauen«. Am häufigsten ging es um Gewalt in den eigenen Wänden oder von Ex-Partnern.
Das Hilfetelefon »Gewalt gegen Frauen« verzeichnete im Jahr 2025 einen neuen Höchststand von über 69.500 Beratungen, was einem Anstieg von 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Besonders häufig wurden Beratungen zu häuslicher Gewalt gesucht, gefolgt von Themen wie sexualisierter, psychischer und physischer Gewalt sowie Stalking. Die steigende Inanspruchnahme des Hilfetelefons wird auf die gestiegene Bekanntheit des Programms, die gesellschaftliche Entstigmatisierung des Themas und den generellen Anstieg von Gewalt gegen Frauen zurückgeführt. Trotz des zunehmenden Online-Angebots finden die meisten Beratungen weiterhin telefonisch statt, wobei der Sofort-Chat auf der Website des Hilfetelefons besonders beliebt ist. Das Hilfetelefon ist unter der Rufnummer 116 016 rund um die Uhr erreichbar und bietet Betroffenen kostenfreie Beratung in verschiedenen Sprachen an.
Das Hilfetelefon »Gewalt gegen Frauen« ist im vergangenen Jahr über 69.500 Mal genutzt worden. Mit durchschnittlich 190 Beratungen jeden Tag sei das ein neuer Höchststand, teilte das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Angelegenheiten im Jahresbericht des Hilfetelefons für das Jahr 2025 mit. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Gesamtkontakte demnach um 11 Prozent, die Beratungskontakte um 14 Prozent und Beratungen zu geschlechtsspezifischer Gewalt um 17 Prozent an. Insgesamt gab es 2024 61.235 Beratungen.
Damit war der Anstieg von 2024 auf 2025 ähnlich hoch wie zu Beginn der Coronapandemie 2020, als es mit insgesamt 51.407 rund 7.000 Beratungen mehr gab als noch im Jahr davor. Seit seiner Einrichtung 2013 verzeichnet das Hilfetelefon damit einen kontinuierlichen Anstieg der Beratungen von Betroffenen, Angehörigen oder Unterstützenden und Fachkräften.
Die meisten Kontaktgesuche erfolgten zu geschlechtsspezifischer Gewalt (52.861 Beratungen). Der mit Abstand häufigste Grund war dabei häusliche Gewalt, beziehungsweise Gewalt in (Ex-)Paarbeziehungen mit 32.186 Kontakten. Danach folgten Beratungen zu sexualisierter (6.435), psychischer (3.561) und physischer Gewalt (2.604). 2.439 Beratungen wurden zum Thema Stalking durchgeführt.
Der Großteil der Beratungen (86 Prozent) fand weiterhin per Telefon statt. Doch auch das Online-Angebot wurde zunehmend genutzt – hier stieg der Anteil mit 9.913 Beratungen auf 14 Prozent. Dabei wurde vor allem der Sofort-Chat auf der Website des Hilfetelefons genutzt.
Jede dritte Frau in Deutschland wird in ihrem Leben mindestens einmal Opfer physischer oder sexualisierter Gewalt. Sollten Sie oder Menschen in Ihrem Umkreis betroffen sein, ist das
📌 Kaynak
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