UN-Klimaverhandlungen in Bonn: UN-Klimachef fordert mehr Anstrengungen beim Klimaschutz
Zum Auftakt von Klimaverhandlungen in Bonn hat UN-Klimachef Simon Stiell deutliche Fortschritte beim Klimaschutz gefordert. Die Zeit für Debatten sei jetzt vorbei.
UN-Klimachef Simon Stiell fordert mehr Anstrengungen bei Klimaverhandlungen in Bonn, warnt vor gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen der globalen Erwärmung. Bundesumweltminister mahnt zum Festhalten am UN-Klimaschutzprozess. Stiell warnt vor Hitzewellen und wirtschaftlichen Risiken durch fossile Energieträger. Fachleute beraten über Emissionsminderung, Klimaanpassung und Finanzierung internationaler Klimaschutzmaßnahmen. Umweltorganisationen kritisieren deutschen Klimakurs und fordern entschlosseneres Handeln für mehr Klimaschutz.
Zum Start internationaler Klimaverhandlungen in Bonn hat UN-Klimachef Simon Stiell zu deutlich mehr Anstrengungen bei der Reduzierung von Treibhausgasen und zu stärkerer Klimafinanzierung aufgerufen. Bei der Eröffnung der zweiwöchigen Gespräche warnte er vor den gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen der globalen Erwärmung. Auch Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) mahnte trotz aller Schwierigkeiten zu einem Festhalten am UN-Klimaschutzprozess.
Stiell warnte angesichts des globalen Klimawandels vor Hitzewellen, »die Tausende an einem einzigen Tag töten«. Zudem verwies der Exekutivsekretär des UN-Klimasekretariats (UNFCCC) auf wirtschaftliche Risiken. »Ein Festhalten an Einfuhren fossiler Energieträger bedeutet den Import von Inflation und wirtschaftlicher Instabilität«, sagte Stiell in seiner Eröffnungsrede. Insbesondere gebe es jetzt keine Zeit mehr, »Debatten noch einmal zu führen oder eingegangene Verpflichtungen wieder infrage zu stellen«.
In Bonn beraten Fachleute zwei Wochen lang über die Senkung von Emissionen, die Anpassung an den Klimawandel und die Finanzierung internationaler Klimaschutzmaßnahmen. Dabei sollen auch private Investitionen stärker eingebunden werden. Die Ergebnisse dienen als Vorbereitung für die nächste UN-Klimakonferenz im November im türkischen Antalya, die gemeinsam mit Australien organisiert wird.
Bereits zuvor hatte UN-Klimachef Simon Stiell »maximale Fortschritte« bei den Gesprächen gefordert. Neben der Senkung der Emissionen nannte er Verhandlungen über zusätzliche Finanzmittel für Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel sowie den Umgang mit Schäden durch Klimafolgen als zentrale Themen.
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Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) sagte, der internationale Klimaprozess sei eine Voraussetzung, um die Erderwärmung zu begrenzen und wirtschaftliche sowie sicherheitspolitische Risiken zu verringern. Die Vereinten Nationen blieben »der zentrale Ort, an dem diese globale Herausforderung gemeinsam
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