Probleme mit Transporter-Verleih: Elektroautovermietung Nextmove ist insolvent

💰 Ekonomi 📰 Golem 🕐 2 saat önce
Probleme mit Transporter-Verleih: Elektroautovermietung Nextmove ist insolvent

Nextmove ist ein Pionier bei der Vermietung von Elektroautos. Die Fokussierung auf Transporter brachte das Unternehmen in Zahlungsnöte. ( Elektroauto , Wirtschaft )

Der auf die Vermietung von Elektroautos spezialisierte Anbieter Nextmove befindet sich in finanziellen Schwierigkeiten. Das Amtsgericht Erfurt eröffnete am 1. Juni 2026 ein Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung(öffnet im neuen Fenster), nachdem im April 2026 die Zahlungsunfähigkeit des im thüringischen Arnstadt angesiedelten Unternehmens angemeldet worden war.

Einer Anfrage von Electrive zufolge(öffnet im neuen Fenster) teilten die aktuelle Geschäftsführerin Silvia Berger und der Verfahrensbevollmächtigte Folker Hochmuth mit, dass die Probleme bei Nextmove im ersten Quartal 2026 aufgetreten seien – und damit "entgegen dem Zuwachs in der Elektromobilität". Hauptgrund für die finanzielle Schieflage war demnach "die übermäßige Fokussierung im Vermietergeschäft auf Transporterfahrzeuge".

Dem Bericht von Electrive zufolge setzt das Unternehmen beim Transporterverleih insbesondere auf Fahrzeuge des chinesischen Herstellers Maxus. Am Nextmove-Standort Berlin hätten solche Transporter ungenutzt und in schlechtem Zustand monatelang in einer Seitenstraße gestanden.

Das Unternehmen Nextmove ging im Jahr 2016 aus der Zusammenlegung des Anbieters Strominator und der CYX mobile KG hervor. Mitbegründer Stefan Moeller betrieb zudem den populären Youtube-Kanal von Nextmove(öffnet im neuen Fenster) zur E-Mobilität. Aktuell verfügt Nextmove über elf Standorte in neun Bundesländern. Das Unternehmen bezeichnet sich selbst als "Deutschlands führende Elektroauto-Vermietung".

Sowohl Moeller als auch Frank Bollenbach schieden bereits im Februar 2026 aus der Geschäftsführung aus und wurden durch Berger ersetzt. Das geht aus den Handelsregistereinträgen von Nextmove hervor.

Laut Hochmuth hat das Insolvenzverfahren für Kunden des Unternehmens zunächst keine unmittelbaren Konsequenzen. "Das zuständige Insolvenzgericht hat mit der Verfahrenseröffnung in Eigenverwaltung Vertrauen in die dargelegten Sanierungsmöglichkeiten gesetzt", zitiert Electrive den Anwalt. Daher laufe der Geschäftsbetrieb weiter, "wobei Standortveränderungen vollzogen und Kooperationen gesucht werden". Es solle zudem versucht werden, die Fahrzeugflotte hin zu mehr Pkw-Vermietungen anzupassen.

Der Youtube-Kanals ist laut Hochmuth ein wichtiger Bestandteil des Geschäfts, "der weiter erhalten werden und dem Publikum fachkundige Informationen liefern soll".

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