FCAS: Deutsch-französisches Kampfjet-Projekt FCAS ist gescheitert
Seit Monaten stritten Airbus und Dassault um die Führungsrolle bei der Entwicklung neuer Kampfjets. Nun ist das deutsch-französisch-spanische Projekt gescheitert.
Das milliardenschwere deutsch-französische Rüstungsprojekt eines Kampfjets ist gescheitert, da Dassault und Airbus beim FCAS nicht zusammenfinden konnten. Geplant war ein Luftkampfsystem der Zukunft mit Kampfjet, Drohnen und Kommunikationssystemen als Antwort auf US-Rüstungsentwicklungen. Trotzdem wird das übergeordnete »System der Systeme« weiterentwickelt, um Flugzeuge und Drohnen in einer Combat Cloud zu verbinden. Ein Führungsstreit um Arbeitsanteile und Patentrechte verzögerte das Projekt, das Bundeskanzler Merz bereits im Februar infrage gestellt hatte. Nun könnten zwei neue Flugzeuge unter einem Dach entstehen, während Dassault die Rafale weiterentwickeln will und Airbus möglicherweise mit Saab oder einem anderen Projekt kooperiert.
Nach jahrelangen Vorbereitungen ist das milliardenschwere Rüstungsprojekt eines deutsch-französischen Kampfjets gescheitert. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron seien zu der gemeinsamen Einschätzung gekommen, dass die Unternehmen Dassault und Airbus beim FCAS nicht zusammenfinden, berichten mehrere Nachrichtenagenturen übereinstimmend unter Berufung auf Regierungskreise.
Die Abkürzung FCAS steht für Future Combat Air System. Zu diesem Luftkampfsystem der Zukunft sollten bisherigen Planungen zufolge neben einem gemeinsamen Kampfjet auch Drohnen und neue Kommunikationssysteme gehören. Es sollte ab den 2040er-Jahren einsatzfähig und auch eine Antwort auf US-Rüstungsentwicklungen sein. Der Plan war, dass es den von der Bundeswehr genutzten Eurofighter und auch die französische Rafale ablöst.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, wird aber das übergeordnete »System der Systeme«, das Flugzeuge und Drohnen in einer sogenannten Combat Cloud zusammenbinden soll, weiter gemeinsam entwickelt werden. Beim deutsch-französischen Ministerrat Mitte Juli sollen beide Verteidigungsministerien zudem einen Arbeitsplan mit einigen gemeinsamen Rüstungsprojekten vorlegen.
Ein Führungsstreit zwischen den beteiligten Konzernen Dassault und Airbus verzögerte das FCAS seit Monaten; es ging dabei um Arbeitsanteile und die Patentrechte für Neuentwicklungen. Bundeskanzler Merz hatte das 100-Milliarden-Euro-Projekt – an dem auch Spanien beteiligt ist – deswegen im Februar erstmals infrage gestellt. Schon im April gab es Berichte über dessen Scheitern, anschließend kündigte Macron nochmals neue Verhandlungen an.
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Als Kernproblem hatte Merz zuletzt angeführt, dass Frankreichs Militär in der nächsten Generation der Ka
📌 Kaynak
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