Reichsbürger: Bundeswehrwaffen bei Reichsbürgerrazzia gefunden
Seit Jahrzehnten sind Pistolen und Sturmgewehre aus Bundeswehrbeständen verschwunden. Ein Teil davon ist nun im Umfeld der Reichsbürgergruppe um Prinz Reuß aufgetaucht.
Ermittler des Bundeskriminalamts haben gestohlene Waffen bei der Bundeswehr gefunden, die im Zusammenhang mit einer mutmaßlichen Terrorgruppe stehen. Die Angeklagten, darunter Heinrich XIII. Prinz Reuß und der Ex-Offizier Rüdiger von Pescatore, sollen einen Umsturz in Deutschland geplant haben. Es wird vermutet, dass das Netzwerk aus Reichsbürgern, Rechtsextremen und Verschwörungstheoretikern sogar einen Angriff auf den Bundestag plante. Die Ermittlungen ziehen sich bereits seit Jahren hin, da Waffen aus Bundeswehrbeständen verschwunden sind. Ein alter Bekannter von Pescatore wurde ebenfalls in den Fall verwickelt, nachdem bei ihm weitere gestohlene Waffen gefunden wurden.
Ermittler des Bundeskriminalamts haben bei der Bundeswehr entwendete Waffen entdeckt. Gefunden wurden sie nach ZEIT-Informationen bei einer Durchsuchung im Umfeld der mutmaßlichen Terrorgruppe um Heinrich XIII. Prinz Reuß und den früheren Offizier Rüdiger von Pescatore.
Die Männer müssen sich derzeit mit weiteren Angeklagten vor dem Frankfurter Oberlandesgericht verantworten. Der Generalbundesanwalt wirft den beiden vor, Rädelsführer einer Terrorgruppe gewesen zu sein, die sich auf einen Umsturz in Deutschland vorbereitet haben soll. Das Netzwerk aus Reichsbürgern, Rechtsextremen und Anhängern von Verschwörungsideologien soll auch einen bewaffneten Sturm auf den Bundestag geplant haben.
Die Ermittler in dem Fall suchen schon seit Jahren nach bislang verschwundenen Waffen aus Bundeswehrbeständen. Das hat vor allem mit Rüdiger von Pescatore zu tun: Der ehemalige Kommandeur eines Fallschirmjägerbataillons war bereits 1999 wegen Waffendelikten zu einer Bewährungsstrafe verurteilt und aus der Bundeswehr entlassen worden.
Pescatore hatte etwa Waffen aus Beständen der Truppe an Soldaten verschenkt, darunter ein Kalaschnikow-Sturmgewehr. Er verkaufte Pistolen an einen Waffenhändler, nahm unter anderem einen Karabiner mit nach Hause. Das geht aus dem damaligen Urteil des Landgerichts Tübingen hervor. Die Waffen stammten zum Teil aus ehemaligen Beständen der Nationalen Volksarmee und sollten der Ausbildung von Soldaten dienen. Pescatore hatte vom Bundesinnenministerium dafür auch 44 Makarow-Pistolen erhalten. Sie kamen aber nie bei der Truppe an: Sein früherer Fahrer sagte vor Gericht aus, dass er zusammen mit Pescatore zwei Kisten mit den Waffen in dessen Keller getragen habe. Der Verbleib der halb automatischen Pistolen und von insgesamt 165 Waffen sei zu Prozessende ungeklärt geblieben, heißt es in dem Urteil. Nicht für alle diese Fälle wurde Pescatore damals verantwortlich gemacht. Vor G
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