Wie weniger Wasserverbrauch in der Landwirtschaft mehr Ertrag bringen kann
Durch den Klimawandel gibt es mehr Trockenperioden mit Wassermangel. Dies ist auch für die Landwirtschaft ein Problem. Doch durch sparsame Bewässerungstechniken lässt sich Wasser sparen - und der Ertrag steigern. Von S. Henn. [ mehr ]
Durch den Klimawandel gibt es mehr Trockenperioden mit Wassermangel. Dies ist auch für die Landwirtschaft ein Problem. Doch durch sparsame Bewässerungstechniken lässt sich Wasser sparen - und der Ertrag steigern.
An einem heißen Frühsommertag überprüft Landwirt Michael Kinzinger auf seinem Hof in Vaihingen an der Enz den Wasserstand des hauseigenen Beregnungssees. "Der See füllt sich zunächst über die Wintermonate mit Regenwasser", erzählt er. "Wir haben unsere Dächer von unserem Hof angeschlossen an eine Rohrleitung, die hier direkt in den See führt."
Statt - wie sonst üblich - das Regenwasser über Fallrohre Richtung Boden oder eine Regentonne zu leiten, gehen auf dem Kinzinger Berghof alle Rohre zu einer zentralen Sammelstelle, die dann in den See führt. Das ist die etwas größere Art der Regentonne. Neuneinhalb Meter tief, 2,3 Millionen Liter Wasser passen hinein.
Das braucht Michael Kinzinger, um in Hitzeperioden seine Kartoffel- und Zwiebelfelder zu gießen. Die Investitionen waren hoch, aber letztlich für ihn und seien Familie alternativlos, "denn wir hatten immer das Problem, dass unsere Erntemenge und die Qualität gelitten hat". Denn wenn es lange trocken und heiß ist, lässt die Qualität stark nach.
Fast drei Viertel der Weltbevölkerung leben in Ländern, in denen die Trinkwasserversorgung unsicher bis kritisch ist. mehr
Wenn es über Wochen hinweg zu trocken ist, beregnet er seine Kartoffelfelder großflächig über Sprenkler, sogenannte Kreisregner, zwei Mal im Abstand von zehn Tagen für je sechs Stunden. Immer nachts oder frühmorgens, um die Verdunstung möglichst gering zu halten.
Da der Druck auf der Leitung nicht ausreicht, um das 400 Meter tiefe Kartoffelfeld auf einmal zu beregnen, muss er in den frühen Morgenstunden aufstehen und den einen Bewässerungsstrang zu- und den anderen aufdrehen.
Seine Arbeit ist durch die Bewässerung spürbar mehr geworden, auch weil die Rohre vor der Ernte herausgenommen und im nächsten Jahr neu verlegt werden müssen. Dennoch lohnen sich für ihn die Investitionen und die Arbeit, denn er spart nicht nur Wasser. "Wir haben jedes Jahr eine kalkulierbare, planbare Menge an Kartoffeln in einer super Qualität."
Mehrere Länder setzen bereits auf die Entsalzung von Meerwasser - auch eine Idee für Deutschland? mehr
Seine Getreidefelder beregnet er gar nicht, der Aufwand wäre zu groß. Kreisregner, die zu den sogenannten Beregnungstechniken gehören, haben laut Umweltbundesamt im Schnitt eine Wassernutzung von nur 60 bis 70 Prozent, da immer wieder Wasser verdunstet und es sich nicht vermeiden lässt, dass auch Wege mit be
📌 Kaynak
Bu özet Tagesschau kaynağından otomatik derlenmiştir. Tamamı için orijinal habere gidin.
Orijinal haberi oku →