DU-Kandidat gewinnt knapp OB-Wahl in Aue-Bad Schlema: "Wechselbad der Gefühle"
In Aue-Bad Schlema mussten die Wahlberechtigten entscheiden, ob die rechtsextremen "Freien Sachsen" künftig das Stadtoberhaupt stellen oder weiter die CDU.[ mehr ]
In der Aue-Bad Schlema mussten die Wahlberechtigten entscheiden, ob die rechtsextremen "Freien Sachsen" künftig das Stadtoberhaupt stellen oder weiter die CDU.
Marcus Hoffmann hat die Oberbürgermeisterwahl in Aue-Bad Schlema gewonnen. Der Kandidat der CDU erhielt laut vorläufigem Ergebnis im zweiten Wahlgang 5.007 gültige Stimmen - das entspricht 52,7 Prozent. Auf seinen Konkurrenten und Vizechef der rechtsextremen Kleinstpartei "Freie Sachsen" entfielen 4.499 gültige Stimmen, also 47,3 Prozent. Die Auszählung glich einem Kopf-an-Kopf-Rennen. In fast allen der 13 Wahllokale lagen die Ergebnisse der beiden Kandidaten nah beieinander. Nach deren Auszählung hatte Hartung einen Vorsprung von 148 Stimmen. Die Briefwähler sorgten dann für die Wende - sie hatten mit übergroßer Mehrheit für Hoffmann gestimmt. Die Wahlbeteiligung lag mit 62 Prozent etwas höher als vor vier Wochen.
"Es war schon ein Wechselbad der Gefühle", sagt Marcus Hoffmann. "In dem einen Wahllokal liegt man vorne, im nächsten wieder hinten. Und die Anspannung ist dann immer mehr gestiegen. Ich bin glücklich, dass es am Ende gereicht hat." Mit Blick in die Zukunft hofft der CDU-Mann auf eine gute Dynamik, auf frischen Wind im Haus und dass ganz Viele mitziehen und Gehör finden. "Wir brauchen die Vereine, wir brauchen die Gewerbetreibenden, die Bürgerinnen und Bürger mit ihren Ideen und auch mit ihren Problemen." Daraus müsse dann ein Konzept für die nächsten 7 Jahre gestrickt werden. "Und ich glaube, das ist ganz, ganz wichtig, dass wir ehrlich bleiben und das, was wir jetzt versprochen haben, auch halten."
Hoffmann will nach eigener Aussage Vertrauen auch bei denjenigen zurückgewinnen, die ihn nicht gewählt haben. "Wir müssen das, was wir im Wahlkampf versprochen haben, auch unbedingt umsetzen, so dass wir das Vertrauen zurückholen können." Er wolle dabei durch seine ruhige und sachliche Art überzeugen. Nach Meinung Hoffmanns müsse ein neuer Wind durchs Rathaus ziehen. Was der neue OB als Erstes anpacken möchte: den Haushaltsplan für 2027. Ein weiteres Vorhaben sei es, das Ordnungsamt zu stärken. "Wir brauchen mehr Menschen, die draußen und ansprechbar sind. Die nicht nur das Gefühl von Sicherheit geben, sondern auch für Sicherheit sorgen."
Gegenkandidat Stefan Hartung hat zwar weniger Stimmen bekommen, sieht sich aber nicht als Verlierer. "Ich bin natürlich insofern traurig, dass die Wahl nicht komplett gewonnen ist, aber ich bin trotzdem sehr glücklich über dieses Wahlergebnis." Es zeige, dass die Wähler seine Arbeit der vergangenen 17 Jahre stark honoriert hätten. "Natürlich habe ich M
📌 Kaynak
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