Dichtestress: Wie viel Nähe darf es sein?
Hirsche leiden, wenn es zu eng wird, Menschen auch? Wie in der Schweiz der »Dichtestress« vom biologischen Begriff zum politischen Kampfinstrument geworden ist.
Schweizer stimmen über Bevölkerungsdeckel ab: SVP fordert maximal zehn Millionen Einwohner bis 2050. Dichtestress plagt die Schweiz: Überfüllte Straßen, hohe Mieten, knapper Wohnraum. Biologische Forschung zeigt: Überbevölkerung führt zu Stress und Pathologien des Verhaltens. Dichtestress als politisches Instrument: Unklare Definition ermöglicht vielfältige Interpretationen. Trotz Dichtestress zieht es die Schweizer immer wieder in überfüllte Orte – Biologen haben dafür Erklärungen.
Der Mensch stammt vom Affen ab. Der Schweizer aber, diesen Eindruck hat man zumindest dieser Tage, ist näher mit dem japanischen Sika-Hirsch, dem indonesischen Tupaia oder der Hausratte verwandt.
Es war im Jahr 1916, da erhielt ein gewisser Clement Henry, wohlhabender Großgrundbesitzer aus Dorchester County im US-Bundesstaat Maryland vier bis fünf Sika-Hirsche geschenkt. Er setzte die Tiere auf einer bewaldeten Insel in der Chesapeake Bay aus, wo sie sich prächtig vermehrten. Bereits 1955 lebten 300 Tiere auf der kleinen James Island. Wenige Jahre später war die Hälfte von ihnen tot.
📌 Kaynak
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